Duisburg sagt Ja zur Olympia-Bewerbung
Beim Ratsbürgerentscheid in Duisburg über eine mögliche Beteiligung an der gemeinsamen Olympia-Bewerbung „KölnRheinRuhr“ hat sich eine deutliche Mehrheit der Teilnehmenden für das Vorhaben ausgesprochen. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis votierten 71.467 Bürgerinnen und Bürger mit „Ja“, was einem Anteil von 72,95 Prozent entspricht. Gegen die Beteiligung stimmten 26.504 Personen (27,05 Prozent), hinzu kamen 630 ungültige Stimmen.
Insgesamt beteiligten sich 98.601 Wahlberechtigte an der Abstimmung, was einer Quote von 28,12 Prozent entspricht. Von den 350.626 Stimmberechtigten wurde damit zugleich die erforderliche Mindestzustimmung von zehn Prozent für einen bindenden Bürgerentscheid in Städten dieser Größenordnung erreicht.
Mit dem positiven Votum ist der Weg für Duisburg frei, sich weiterhin an der Bewerbung der Region KölnRheinRuhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele der Jahre 2036, 2040 oder 2044 zu beteiligen. Der nationale Auswahlprozess tritt damit in die nächste Phase ein. Die endgültige Entscheidung darüber, welche Stadt oder Region Deutschland ins Rennen schickt, will der Deutsche Olympische Sportbund voraussichtlich im September treffen.
Für Duisburg bedeutet das Abstimmungsergebnis, dass die Planungen nun vertieft, offene Fragen geklärt und die Rolle der Stadt innerhalb des Gesamtkonzepts weiter konkretisiert werden sollen. Die Bewerbung der Region setzt bewusst auf eine breite demokratische Legitimation: Als einzige Bewerberregion führt KölnRheinRuhr in allen 17 beteiligten Kommunen Ratsbürgerentscheide durch. Mehr als vier Millionen Menschen waren aufgerufen, bis zum 19. April ihre Stimme abzugeben.
Die endgültigen Ergebnisse werden nach Abschluss aller vorgeschriebenen Prüfungen festgestellt. Parallel können die Resultate der weiteren beteiligten Städte online eingesehen werden, während die Bekanntgabe des vorläufigen Gesamtergebnisses der Bewerbung als Livestream übertragen werden soll.
Grafik: KI-generiert
